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Heligoland Ltd (Dieser Artikel wird in 4 unterschiedlichen Covervarianten ausgeliefert)
Heligoland Ltd (Dieser Artikel wird in 4 unterschiedlichen Covervarianten ausgeliefert)
Quelle: Amazon

EAN: 5099960946621
Herausgeber: Virgin Rec (EMI)

5,61 EUR zzgl. Versandkosten Direkt zum Shop


Das neue Album von Massive Attack zeigt: Zu Beginn des noch jungen musikalischen Jahrzehnts liegt deren PrioritĂ€t weniger in KlangtĂŒfteleien als dem Blick auf gesellschaftliche PhĂ€nomene. Wie etwa der absurde Zusammenhang zwischen zunehmender Informationsflut und Mischung diverser Kulturen bei abnehmender Bereitschaft zu Austausch und Toleranz. Leicht haben sich die Musiker damit nicht getan und im Vorfeld mindestens ein komplettes Album auf dem Schrottplatz unerfĂŒllter TrĂ€ume eingestampft, bis sie mit Heligoland endlich das Ende des siebenjĂ€hrigen Winterschlafs verkĂŒnden konnten. DafĂŒr kommt das musikalische FrĂŒhlingserwachen jetzt mit aller Macht. FĂŒrchten mĂŒssen das neue Album allenfalls die Wohnungsnachbarn, wegen des atemberaubenden Sounds, der dunkel, schwer und erdig daherkommt, wie in “Pray For Rain“, mit einer schillernden Orgel, lĂ€ssig stolpernden Drums und einem tieffrequenten Bass, mit dem sich bei Bedarf BunkerwĂ€nde sprengen ließen. Eine gehörige Portion Schwermut liegt ĂŒber den hypnotischen Klanglandschaften von Heligoland, atmosphĂ€risches Abbild des Umlands der englische Hafenstadt Bristol, mit ihrem Wetter und Licht, ihrer Architektur und Wesensart der Bewohner, -kurz, eine Stimmung, die auch schon Portishead meisterhaft zu beschwören wusste. Beide Bands können voneinander nicht lassen, wie das aktuelle Personalkarussell zeigt, und das ist gut so. Mit von der Partie sind unter anderem Gitarrist Adrian Utley, auf “Saturday Come Slow“ und John Bagott, dessen Einfluss wohl am deutlichsten auf “Atlas Air“ zu hören ist. Gesanglich bereichert wird Heligoland neben dem Stammduo Del Naja-Marshall, von Dauergast Horace Andy, sowie Damon Albarn, Tunde Adebimp, Guy Garvey, Hope Sandoval und Martina Topley-Bird. Auch in punkto Arrangements prĂ€sentiert sich Heligoland vielseitig und klassisch zugleich. Die schnörkellosen und dennoch vertrackten Drum-Lines entfalten energievollen Drive und wecken den Wunsch nach Bewegung auf der TanzflĂ€che. ZusĂ€tzlich zum regulĂ€ren Drummer Damon Rice agiert hier Jerry Fuchs. Depression hört sich jedenfalls anders an! Aber auch die introvertierten Seiten Massive Attacks ĂŒberzeugen in StĂŒcken wie “Paradise Circus“, in dem Streicher an die unbestrittenen SoundtrackqualitĂ€ten der Band erinnern. Inhaltlich wie musikalisch ist Heligoland von Massive Attack ein ganz großer Wurf. - Andreas Schultz

Kunden Meinungen

Ich finds einfach nur schön

Datum:01.01.1970 01:00 - Rating: 5/5

Ich machs einfach kurz und bĂŒndig, auch wenn der Informationsgehalt dieser Rezension dadurch etwas mager ausfĂ€llt, aber den haben andere hier in der "5-Sterne-Kategorie" zu genĂŒge gefĂŒllt.

Ich finde "Heligoland" wunderbar, ich denke nicht das sich Massive Attack zurĂŒckentwickelt haben und einfach nur noch langweilig sind, so wie andere es anscheinend empfinden. Diese CD hat mir beim ersten mal auf Anhieb sehr gut gefallen und schließt fĂŒr mich nahtlos an alle VorgĂ€nger an ohne bedenkliche SchwĂ€chen erkennen zu lassen. Ich liebe es.

Klasse Scheibe !

Datum:01.01.1970 01:00 - Rating: 5/5

Super Trip Hop Scheibe ! Gefiel auf Anhieb!
Das Warten hat gelohnt.
Genauere Beschreibung ist schlecht möglich, da Alles eine Frage des Geschmacks ist.

Definitiv das Beste seit der mezzanine

Datum:01.01.1970 01:00 - Rating: 5/5

"Heligoland" ist keine einfache Platte. Sie ist weder zugĂ€nglich noch fröhlich. Das soll sie nicht auch sein. Vielmehr wird hier ein politisches Statement vorgetragen und kĂŒnstlerisch umgesetzt. Ich freue mich immer sehr, wenn es Bands gelingt, Musik und Sozialkritik zu verbinden, ohne dabei an Schönheit, AuthentizitĂ€t und Feeling zu verlieren. Das ist 3D & Co. auf dieser PLatte in beeindruckenster Weise gelungen.
Wer hier Pop-AttitĂŒde sucht, wird sie auch finden, allerdings in einer angenehm subtilen Form, die sich erfrischend vom mainsteam abhebt.
"Heligoland" ist das vielleicht anspruchvollste Massive Attack Album - inhaltlich wie emotional. Es weiß durchweg zu ĂŒberzeugen, und die Auswahl der Gastmusiker und SĂ€nger hĂ€tte nicht besser ausfallen können. Zudem ist diese Scheinbe sehr abwechselungsreich, ein Stilmix aus Trip-Hop, Rock, Indie, Dub, Electro, Pop und Avantgarde.
Diese PLatte hat die QualitÀt der "mezzanine" und kann zum absoluten Kult werden. Mein Favorit der Band ist sie jetzt schon.

Super Album

Datum:01.01.1970 01:00 - Rating: 5/5

Wow, was fĂŒr eine neue Massive Attack Scheibe. Mal nicht ganz so schwer-(mĂŒtig) wie frĂŒheres.
Die Gesangsmelodien haben teilweise etwas kindliches, vertrÀumtes, leichtes.
Unbeschwertheit und Spaß vermittelt mir die neue Scheibe. Mein Herz und mein
inneres Kind fanden sofort Zugang zum neuen Massive Attack Sound. Einfach zuhören und TrÀumen.
Die Musik erinnert mich teilweise an Tricky, Lamb, Portishead und Björk. Massive Attack bleiben somit weiterhin dem Trip-Hop treu.
Wer Massive Attack so haben möchte wie sie auf Mezzanine klingen, wird Probleme mit der neuen Scheibe bekommen.
Wer jedoch daruf vertrauen kann, dass Del Naja und co. gute Musik machen, wird hier sicher nicht enttĂ€uscht.........außer wenn die CD zuende ist.

Also ich bin total angetan!

disparat

Datum:01.01.1970 01:00 - Rating: 5/5

Hierzu will ich mich nach der Durchsicht solch kontroverser Kritiken auch Ă€ußern. Blue Lines und Mezzanine sind sog. Alltime-Faves von mir und Protection verehre ich ebenfalls. Das letzte Album der Britol-Helden (ohnehin ein Soloalbum!) hat mir ĂŒberhaupt nichts mehr bieten können, ich halte es fĂŒr schlecht und ĂŒberflĂŒssig. Genauso wie an Portishead, vor deren letztem Album, hatte ich an meine mittlerweile gealterten Helden kaum noch Erwartungen, aber Hoffnung eben doch. Und diese wurde nicht enttĂ€uscht. Im Gegenteil: In den letzten 10 Jahren habe ich mich v.a. mit minimalistischen elektronischen (Techno-)KlĂ€ngen beschĂ€ftigt und "Heligoland" ist ebenfalls minimal in seiner Grundstruktur. Aber gegen Ende der Lieder tĂŒrmen sich immer wieder großartige Melodien (unglaubliche Streicher) auf. Obwohl unterschiedlich besungen, stellt es sich doch als Konzeptalbum, als echtes Album (was heute nur wenigen gelingt), dar. Und ich halte Heligoland fĂŒr intensiver als Third von Portsihead, weil es zugĂ€nglicher ist. WĂ€hrend auf Third mich vor allem "The Rip" nochmal gĂ€nzlich berĂŒhrt hat, ist es auf Heligoland schließlich das Gesamtwerk. Wobei doch einige Songs herausragen, die aber nicht als Single im Radio laufen mĂŒssen. Bin begeistert.

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